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O T TO  Z I T K O

Cardboards

2. März–7. Mai 2026

Öffnungszeiten

Di.–Fr., 11–18 Uhr

Sa., 11–15 Uhr 


Die Galerie ist am Karsamstag, dem 4. April 2026, geschlossen.

Getreidemarkt 14

1010 Wien

Wir freuen uns sehr, die Ausstellung „Otto Zitko | Cardboards“ in unserer Wiener Galerie ankündigen zu dürfen. Zu sehen sind zwei neue Werkserien in denen sich Zitko – bekannt für seine überbordenden, wandfüllenden Linien- geflechte – kleinen intimeren Arbeiten auf Karton widmet.


„Otto Zitko ist der Maler der Gegenwart“, so oder so ähnlich könnte jeder Artikel über die Bilder von Otto Zitko beginnen, denn der Begriff der Gegenwart, als Zustand der permanenten Anwesenheit, nimmt im Betrachten seiner Malereien gedanklich einen großen Stellenwert ein.


Doch was ist es, das anwesend ist im Bild – als Bild?


Zitkos Bilder entstehen ganz im Spannungsfeld von dem, was in bzw. als Malerei dargestellt werden kann und dessen gänzlicher Auflösung; eine Auflösung, die sich jeglicher Bezüge zur gegenständlichen Welt entledigt hat, indem sie sich deren konventionellen Bedeutungshierarchien mit allen Mitteln der Kunst verweigert. Selbst gelegentlich auftauchende Spuren einer Figürlichkeit sind dementsprechend nur als Teil der malerischen Bildsprache bzw. -grammatik zu sehen, also ebenso bildimmanent wie zum Beispiel Verdichtung, Zeichnung, Farbe, Geste und Linie.


„Nicht gegenständlich sondern gegenwärtig“ und „nicht abstrakt als vielmehr analytisch-performativ“ könnten als begriffliche Hilfsmittel zur bildlichen Beschreibung verwendet werden, doch „ohne Titel“ sagt schon mehr als tausend Worte.


Denn Otto Zitko ist Bildermaler durch und durch, seine Werke Destillate der Malerei; es sind malerische Artikulationen, die in ihrer radikalen Einzigartig- und Eigenständigkeit in endloses Staunen - wiederum ein Ausdruck der (überwältigenden) Gegenwärtigkeit – zu versetzen vermögen.


„Ein Bild hielt uns gefangen. Und heraus konnten wir nicht ...“, so schreibt es Ludwig Wittgenstein; „ABSOLUT FESSELND“ lautet es auf so manchem Paperback!


Mit den jüngsten Serien auf Karton, den „Cardboards“, wendet sich Otto Zitko kleineren, intimeren Formaten zu. Er schafft „Tafelbilder“ von berührender, wie landschaftlich anmutender Offenheit (Ohne Titel, 2024) und konzentrierter, portraithafter Intensität (Ohne Titel, 2026).


Beinahe macht es den Anschein, als würde der Künstler, nachdem er ausgezogen war, um mit seinen raumgreifenden Arbeiten die Welt zu beschreiben, in sein Atelier zurückkehren, um die klassische Motivik der Malerei von Grund auf zu befragen.


Die Bilder, die er uns nun vorlegt, sind dabei wie ein Traktat über die Malkunst, der in seiner Pointiertheit an „De schilderkunst“ von Vermeer denken läßt, in der die Bildschöpfung unter den Vorzeichen der Bildwerdung mit den Mitteln der Bildgebung postuliert wird. Eine allumfassende Gegenwärtigkeit als gedankliche Endlosschleife des Betrachtens oder wie schon erwähnt: „Otto Zitko ist der Maler der Gegenwart!“


Gregor Schmoll, 2026

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