RUSCHA VOORMANN

Swipe Up

14. September – 23. Oktober 2021

Öffnungszeiten

Mi–Fr, 12 Uhr–18 Uhr

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Wir freuen uns sehr, die erste Einzelausstellung der Künstlerin Ruscha Voormann in unserem Berliner Projektraum Crone Side ankündigen zu dürfen. Die Ausstellung findet im Rahmen des neuen Kunstevents Gallery Weekend *Discoveries statt, das sich zum Ziel gesetzt hat, junge, aufstrebende Künstler*innen zum ersten Mal einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Unter dem Titel „Swipe Up“ zeigt Voormann eine Werkserie von großformatigen, abstrakten

Bildkompositionen aus Acryl, Acrylglas und Plexiglas.

 

Der Titel „Swipe Up“ wird aus der Gestik des Farbauftrags hergeleitet, bei dem sich die Künstlerin mit dem reaktiven Verhalten von Acrylfarbe zwischen einer Plexiglasplatte und dem eigentlichen Malgrund, der Leinwand, befasst. Dabei kommt die Plexiglasplatte zumeist in Form einer runden Scheibe zum Einsatz. Durch gezielte, rotierende Bewegungen hinterlässt sie Farbspuren zwischen sich und der Leinwand. So entsteht ein Zusammenspiel aus Kontrolle und Kontrollverlust. Die Plexi- und Acrylglasplatten geben den Bildern ihre originäre, genuine Motivik und bleiben gleichzeitig als immanente Bestandteile mit den Arbeiten verbunden.

 

Eine ähnliche Thematik greift die Serie „Ousia Facing Reality“ auf, bei der die Leinwand mit einem Wechselspiel aus vorab komponierten, geometrischen Flächen und anschließend gestisch gegossener Farbe bespielt wird.

Für Ruscha Voormann ist dies eine visuelle Metapher für die Bewältigung des Lebens: Den Spagat schaffen zwischen dem Nachgehen des Kontrollierbaren und der Hingabe und dem Vertrauen zum Unbewussten.

           

Ruscha Voormann wurde 1992 in Flensburg als Tochter der Grafikers und Musikers Klaus Voormann geboren. Sie wuchs in Bernried am Starnberger See auf und lebt seit 2010 in München, wo sie nun bei Gregor Hildebrandt an der Akademie der Bildenden Künste studiert. Nach anfänglich ausschließlich figurativen Arbeiten entwickelte sie 2014 eine starke Affinität zur abstrakten Malerei, die sich zunehmend intensivierte und verfestigte. Abstraktion bedeutet für Ruscha Voormann das Suchen nach einem Aufenthalts- oder Zufluchtsort, den jeder Mensch in sich trägt und durch bestimmte Sinneswahrnehmungen abrufen kann.

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